Start-ups bereichern das Fraunhofer-inHaus-Zentrum

31.7.2019

Ein Foto der drei Gründer des Start-ups ichó imFraunhofer-inHaus-Zentrum unterhalten sich mit Wolfgang Gröting.
© Fraunhofer inHaus-Zentrum
Junge Unternehmer des Start-ups ichó im Gespräch mit inHaus-Leiter Wolfgang Gröting

Interaktiver Spieltisch, Demenzball oder Videobrille – das Fraunhofer-inHaus-Zentrum in Duisburg setzt vermehrt auf die Zusammenarbeit mit innovativen Start-up-Unternehmen. Vor allem im Themenbereich rund um Connected Healthcare, einem Schwerpunkt der inHaus-Forschungsaktivitäten, sind bereits einige interessante und erfolgreiche Kooperationen zustande gekommen. Besonders niederländische Start-ups sorgen für neue Impulse.

Viel ist im inHaus passiert, seit mit ichó systems im April 2018 das erste Start-up-Unternehmen Teil des inHaus-Partnernetzwerks geworden ist. Mittlerweile arbeitet das inHaus mit insgesamt neun Start-ups zusammen – Tendenz steigend. »Für uns als Innovations- und Kooperationsplattform, ist die Zusammenarbeit mit Start-ups unverzichtbar und unglaublich wertvoll. Gerade junge Unternehmen aus dem Gesundheits- und Pflegesektor passen hervorragend zum inHaus«, erklärt inHaus-Leiter Wolfgang Gröting. »Ich bin fest davon überzeugt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und schaue gespannt auf das was kommt – hoffentlich mit weiteren interessanten, innovativen Unternehmensgründern, die mit uns gemeinsam den nächsten Schritt machen möchten.«

Kooperative Forschungs- und Entwicklungsarbeit

Die gemeinsame Nutzung der inHaus-Labore im Rahmen der Kooperationen führt zu einem noch direkteren und intensiveren Austausch. Die Partner arbeiten unmittelbar, Hand in Hand an der Entwicklung von innovativen Produkten und Konzepten. »Das ist unheimlich inspirierend und hilft am Ende allen Seiten«, sagt Wolfgang Gröting. Die Unternehmensgründer profitieren im inHaus von einem enormen technischen und wissenschaftlichen Know-how, den räumlichen Möglichkeiten oder auch dem Netzwerk aus Industrie und anderen Forschungseinrichtungen. Gleichzeitig bezieht das inHaus aus den Erfahrungen und Erkenntnissen, die die jungen Unternehmen bereit gesammelt haben, neue Schwungkraft. Durch diese optimale Ergänzung können sich alle Beteiligten weiterentwickeln und im Idealfall entstehen neue, dauerhafte Partnerschaften. Das beste Beispiel, wie gut dieses Kooperationsmodell funktioniert, ist ichó systems. Das junge Duisburger Unternehmen hat einen interaktiven Demenzball entwickelt und ist zuletzt stark gewachsen: »Seit dem Beginn der Partnerschaft mit dem inHaus konnten wir uns enorm weiterentwickeln – das gilt für das Produkt sowie für das Unternehmen ›ichó‹. Wir erfahren sowohl auf technisch-wissenschaftlicher Ebene, als auch durch das Netzwerk insgesamt jede Menge Unterstützung. Das inHaus ist der ideale Ort für uns«, erklärt ichó-Geschäftsführer Steffen Preuß.

Neue Impulse durch niederländische Start-ups

Eine Vielzahl der neuen, jungen inHaus-Partner stammt aus den Niederlanden. Unter anderem sind De BeleefTV, Qwiek oder Anne4Care nun Teil des Partnernetzwerks. Für Wolfgang Gröting ist das keine Überraschung: »Unser Nachbarland ist tendenziell bei Technologien im Gesundheitsbereich – gerade in Bezug auf Altenpflege – weiter und offener als wir in Deutschland. Wir wollen diese niederländische Innovationskraft ein Stück weit nach Deutschland holen. Ich erhoffe mir dadurch neue, frische Impulse für den deutschen Gesundheits- und Pflegesektor.« Gleichzeitig soll die Kooperation mit dem inHaus den jungen Unternehmen aus dem benachbarten Ausland den Zugang zum deutschen Markt erleichtern. Weitere Start-up-Unternehmen aus den Niederlanden sind Bike Labyrinth, Beter door Beeld und Relaxmaker. Aus Deutschland sind neben ichó systems noch Allton und Erlebnisraum Gesundheit in Duisburg mit an Bord.

Neben den Start-up-Unternehmen sind zuletzt auch viele weitere neue Industriepartner, wie die Sonepar Deutschland GmbH, zum inHaus-Partnernetzwerk hinzugekommen. Weitere Informationen und eine Übersicht über alle Partner des inHaus finden Sie unter hier.

 

Fraunhofer-inHaus-Zentrum

Das Fraunhofer-inHaus-Zentrum in Duisburg ist eine einzigartige Innovationswerkstatt. Mehrere Fraunhofer-Institute und zahlreiche Wirtschaftspartner betreiben in der kreativen Ideenschmiede kooperative Forschungs- und Entwicklungsarbeit. In praxisnahen Anwendungslaboren entwickeln, testen und demonstrieren sie innovative Systeme und Produkte. Im Mittelpunkt stehen dabei immer der Mensch und seine Bedürfnisse und der Fokus liegt vor allem auf den Bereichen Smart Home und Connected Healthcare.