Bauen und Bausysteme

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Das Geschäftsfeld Bauen und Bausysteme zielt darauf ab, die Kette von Rohstoffherstellern über Material-, Produkt- und Systemlieferanten, bis hin zum bauausführenden Unternehmen und Gebäudebetreiber zu schließen. Das inHaus ermöglicht es, das Potenzial der beteiligten Partner in innovativen Systemlösungen für alle Arten von Gebäude- und Bauanwendungen weiter zu entwickeln, zu erproben und in marktnahen Anwendungen zu demonstrieren. Neben den vom Markt geforderten Merkmalen wie Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Wohngesundheit und Dauerhaftigkeit steht vor allem die Steigerung der Performanz und damit der Wertigkeit von Räumen und Gebäuden durch neuartige Bausysteme im Vordergrund der FuE-Vorhaben.

Die Nutzungsanforderungen an Immobilien sind so vielfältig wie die Anforderungen an die Systeme, die in modernen Gebäuden untergebracht werden müssen. Das Geschäftsfeld konzentriert seine Forschung deshalb auf das Gesamtsystem Raum und Gebäude, damit ein Objekt durch neue Bausysteme nicht nur kostengünstiger erstellt werden kann, sondern vor allem die jeweilige Nutzung bestmöglich unterstützt wird. Performante Räume und Gebäude bilden somit ein Optimum an Wirtschaftlichkeit im Hinblick auf die Produktivität der darin lebenden und arbeitenden Menschen.

Der Anteil geistiger Arbeit hat in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich zugenommen. Im Vordergrund stehen nicht mehr manuelle Tätigkeiten, sondern der Umgang mit Wissen und Informationen. Der moderne Mensch verbringt mittlerweile fast 90% seiner Zeit in Räumen und Gebäuden. Die Optimierung der Rahmenbedingungen für ein ideales Umfeld ist somit Grundvoraussetzung für den Erhalt und die Steigerung von Leistungsfähigkeit und Motivation. Wesentliche Faktoren mit denen die Räume Einfluss auf den Menschen nehmen, sind die klassischen Parameter wie Akustik, Raumklima, Beleuchtung und Luftqualität. Neue Raumkonzepte lassen sich nur mit Produkten und Systemen realisieren, die mehrere Funktionalitäten in sich vereinen. Solche integralen Systemlösungen erleichtern durch ihre Nutzungs- und nutzerbezogene Adaptivität ein flexibles Flächenmanagement. Sie ermöglichen beispielsweise durch Steuerung von Schallfeldern, die Beeinflussung der Luftqualität, die Gestaltung von Lichtfunktionen sowie die Konditionierung der Raumtemperatur eine individuelle Abstimmung auf die nutzungsbezogen geforderte Produktivität. Denkbar ist eine Integration in neue Trennwand-, Decken- und Möbelsysteme. Multifunktionale Raumsysteme kombinieren das Prinzip eines nachhaltigen und nutzungsoptimierten Gebäudebetriebs mit größtmöglicher gestalterischer Flexibilität.